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Ausgezeichnete Primarschulen

Seit 2008 hat projekt-sls 14 Primarschulen ausgezeichnet, die sich mit Projekten rund um Individualisierung, Schulorganisation, Eltern- oder Schülermitwirkung auf innovative Weise weiterentwickelt haben.

Primarschule Birmensdorf

Aktive Einbindung des Elternrats über das Projekt «Multikulturella»

Der Schulleitung war es ein zentrales Anliegen, die Partizipation der Eltern an der Schule auf ein Niveau anzuheben, welches weit über «Kuchenbacken für Klassenanlässe» hinausgeht.

Birmensdorf Birmensdorf

«Multikulturella» drehte sich um die Zusammenarbeit zwischen den Eltern und der Schule. In dem Projekt wurden die verschiedenen kulturellen Hintergründe der Schülerinnen und Schüler und ihrer Eltern als Brücke zwischen ihnen und der Schule genutzt. Dabei lernten sowohl die Eltern und Lehrpersonen einander als auch die Schülerinnen und Schüler verschiedene Länder und Kulturen kennen.

Folgende Anlässe wurden mit grossem Erfolg durchgeführt:

  • Abendveranstaltung mit dem Thema: «Zusammenarbeit an unserer Schule»
  • Sechs Projekthalbtagen unter Mitwirkung der Eltern
  • Themenbezogene Schulexkursionen
  • Schulfest als Projektabschluss

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Die Eltern und Lehrpersonen konnten sich innerhalb des jeweiligen Kulturkreises und auch über dessen Grenzen hinaus kennenlernen und Beziehungen knüpfen. Auf allen Seiten wurden Schwellenängste und Widerstände langsam, aber kontinuierlich abgebaut. Es zahlte sich aus, Geduld zu haben und auch kleine Schritte und Angebote der Eltern zu würdigen. Das Projekt ist zwar abgeschlossen, das Preisgeld wird aber genutzt, um weitere Initiativen mit Eltern und Kindern zu verwirklichen.

 

 

Homepage Birmensdorf

Poster Primarschule Birmensdorf

Primarschule Dachsen

«Menschennahe Natur erleben»

Die Primarschule Dachsen wählte für mehrere Jahre den Schwerpunkt «Naturnaher Unterricht». Die Kinder erleben praktische Arbeit auf einem Bauernhof und erwerben so Verständnis für und Wissen über den Umgang mit der Natur.

Dachsen Dachsen

Die Schule ging eine Kooperation ein mit einem Bauernhof aus der Gemeinde. Als eine Art ausserschulischer Lernort werden Teile des Unterrichts dorthin verlegt und wiederum Themen aus der Natur und dem Bauernhof in den Unterricht geholt.

Umsetzung

Auf dem Bauernhof, im Garten, im Rebberg und auf dem Feld finden viele praktische Lektionen und Aktivitäten statt, in denen die Kinder lernen mit eigenen Augen und Händen Natur erleben. Im Mittelpunkt des Projekts stand das von den Kindern «Rosalie» getaufte Kalb. Ausserdem werden in enger Zusammenarbeit mit Bäuerin und Bauer und koordiniert von einer Lehrperson, auch andere Aufgaben gelöst: Kälber füttern, im Morgengrauen die Kühe melken, Kartoffeln ernten, Äpfel und Birnen mosten, Eier sammeln, Trauben lesen, den Wagenpark auf dem Bauernhof kennenlernen, die Nahrungsmittelkette besser verstehen und Schulweihnachten in der Tenne feiern.

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Der Schule ist es gelungen, Ressourcen und Strukturen in der Region zu nutzen und den Bauernhof als eine Art Aussenstelle in die Schule einzubeziehen. Die Beziehungen zur Gemeinde wurden gestärkt durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Bauernfamilie, so dass die Kinder und auch die Lehrpersonen die Möglichkeit hatten, sich mit viel Freude im Umgang mit der Natur zu üben.

Das Projekt startete im Schuljahr 2009/2010. Rosalie ist während des Projektes gestorben, aber in ein paar Jahren lässt sich das Projekt mit einem neuen Kalb starten, denn die enge Zusammenarbeit mit dem Bauernhof wird weitergeführt.

 

Homepage Dachsen

Poster Primarschule Dachsen

Primarschule Dättlikon

«Altersdurchmischtes Lernen»

Die Primarschule Dättlikon wollte gesellschaftlichen, strukturellen und pädagogischen Herausforderungen begegnen und hat in allen Stufen altersdurchmischte Lerngruppen sowie Tagesstrukturen eingeführt.

Dättlikon Dättlikon

Die Koppelung von Mehrstufenklassen mit integrativer Förderung und Tagesschule sowie die Grundeinstellung des gesamten Teams der Schule gewährleisten optimale Lernbedingungen. Eigenständiges Lernen, Eigenverantwortung, Teamteaching, differenzierter Unterricht und der respektvolle Umgang untereinander sind die formulierten Leitlinien.

Umsetzung

Die Tagesschule besteht aus einer Grundstufe sowie zwei Mehrklassen (2./3. Klasse und 4. bis 6. Klasse). In jährlich wechselnd zusammengesetzten, Lerngruppen wird altersdurchmischtes Lernen im Teamteaching umgesetzt. Tagesstrukturen von 7.15 bis 17.45 Uhr werden  angeboten unter dem Motto «gemeinsam lernen – gemeinsam essen – gemeinsam spielen». In enger Zusammenarbeit mit den Eltern wird die individuelle Schullaufbahn der Kinder geplant.

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Diese Schulform mit ihrer altersdurchmischten Zusammensetzung erlaubt es den Kindern, miteinander und voneinander zu lernen. Die jährlich wechselnde soziale Zusammensetzung bietet dem Kind immer wieder neue Chancen und Orientierungsmöglichkeiten, die sich positiv auf seine Lernsituation auswirken. Gefördert werden Selbständigkeit, Eigeninitiative, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein, einige wichtige Qualifikationen für die Zukunft. Mit einem gestärkten Selbstvertrauen und einem sicheren Grundlagenwissen sollen die Kinder den späteren Anforderungen gewachsen sein. Mit der Tagesschule werden weitere Räume für soziales, emotionales und kognitives Lernen geschaffen.

Bilder aus der Schule und dem Projekt

Homepage Primarschule Dättlikon

Poster Primarschule Dättlikon

Primarschule Dietlikon

«Seitenwechsel»

Die Schweiz zeichnet sich durch kulturelle und soziale Vielfalt aus. Dies sahen die Initianten des Projekts nicht als Problem, sondern als Chance. Sie starteten das Projekt «Seitenwechsel» als Begegnungsprojekt.

Dietikon Dietikon

Die Schule eignet sich besonders, verschiedene Kulturen einander näher zu bringen. Echte Veränderungen sind vor allem dann möglich, wenn man sich in eine neue Rolle nicht nur hineindenken, sondern diese im Alltag tatsächlich erleben kann. Die Idee war es, die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern andere Kulturen nicht nur kennenlernen, sondern auch erleben zu lassen. Deshalb finden die Begegnungen, obgleich von der Schule organisiert, fast ausschliesslich ausserhalb der Schule statt.  

Kern des Projekts ist die «Seitenwechsel-Woche». Während dieser Woche haben Kinder und Lehrpersonen die Möglichkeit, für einen oder mehrere Halbtage freiwillig in einer anderen Familie zu leben, sich mit neuen Rollenmustern und Wertmassstäben zu konfrontieren, die Vielfalt von Lebensformen zu entdecken und sich näher zu kommen.

Umsetzung

«Seitenwechsel» ist ein Begegnungsprojekt. Einerseits werden Eins-zu-eins-Begegnungen anderseits grössere Familienanlässe organisiert. Die Begegnungen finden fast ausschliesslich ausserhalb der Schule statt. Das Projekt ist stetig gewachsen und besteht heute aus 6 Elementen: Die Seitenwechsel-Woche, Familie mal 2, Ferienbegegnungen, Familienferienlager, Familienanlässe und der Austausch mit der Heilpädagogische Schule (HPS). Diese Aktivitäten können für sich durchgeführt werden und sind auf das ganze Schuljahr verteilt.

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Der Erfolg des Projekts hängt von wenigen Faktoren ab: Die Schlichtheit der Grundidee, die grosse persönliche Entscheidungsfreiheit über den Grad der Beteiligung, die Gelegenheit für alle, etwas Neues zu erleben. Das Projekt wird weiterhin kontinuierlich durchgeführt und stösst auf stete Zustimmung unter den Beteiligten.

 

Homepage Primarschule Dietlikon

Poster Primarschule Dietlikon

Primarschule Hinwil

«Kompetenzpass»

Der Kompetenzpass bietet einen Einblick in den Entwicklungsstand jedes Kindes. Er führt in der Schule aber auch zu einer vermehrten Zusammenarbeit der Lehrpersonen über die Stufen hinweg und ermöglicht es, die Ergebnisse der schulischen Arbeit zu veranschaulichen.

Hinwil Hinwil

Die private Gesamtschule Unterstrass und die Mehrklassenschulen in den Hinwiler Aussenwachten haben nicht nur eine ähnliche Grösse, sondern sind in Bezug auf Integration und Altersdurchmischung im Unterricht vergleichbar. Nach der Einführung der Grundstufe stellte sich an beiden Orten die Frage nach Stufenzielen: Wer sollte wann was können?
Auf diesem Hintergrund haben die beiden Teams gemeinsam einen Kompetenzpass entwickelt. Er bietet einen Einblick in den Entwicklungsstand jedes Kindes. Er basiert auf dem Lehrplan, listet klar die Stufenziele von verschiedenen Fächern und allen Stufen auf und ermöglicht es, die Ergebnisse der schulischen Arbeit zu veranschaulichen.

Umsetzung

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit dem Kompetenzpass, der für jede Stufe (Grund, Unter- und Mittelstufe) die Stufenziele in mittlerweile allen Fächern sowie Soziales Verhalten und Eigenständiges Verhalten aufführt.

Der Kompetenzpass wird von Kindern und Lehrpersonen zur Strukturierung und Planung der Arbeit im Unterricht eingesetzt. So wissen die Lehrpersonen, die Kinder und auch die Eltern wo jede Schülerin und jeder Schüler steht. Er führt in der Schule aber auch zu einer vermehrten Zusammenarbeit der Lehrpersonen über die Stufen hinweg und ermöglicht es, die Ergebnisse der schulischen Arbeit zu veranschaulichen.   

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Nach der Auszeichnung passte Hinwil gemeinsam mit Unterstrass sowie neuen Schulen, die sich diesem Netzwerk angeschlossen hatten, weitere Fächer und Stufen an und vervollständigte den Kompetenzpass, so dass die komplette Endversion bald in Druck gehen kann. Dabei wurde das Preisgeld mehrheitlich für die Entschädigung von im Projekt engagierten Lehrpersonen verwendet, ein kleinerer Teil für die Evaluation des  Kompetenzpasses. Durch den Preis und das Engagement im Projekt kam Hinwil neben Unterstrass mit vielen anderen Schulen in Kontakt und profilierte sich im Kanton Zürich stark, nicht nur unter den Schulen. Bestehen geblieben ist auch die enge Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Unterstrass. Die beiden Schulen organisieren weiterhin jährliche gemeinsame Weiterbildungen und profitieren gegenseitig auf vielerlei Weise voneinander.

 

Homepage Primarschule Hinwil

Poster Primarschule Hinwil

Zurich International School Kilchberg

«project 1:1»

Zu einem mündigen Weltbürger gehört heute die Fähigkeit, kritisch und reflektiert mit neuen Medien umgehen zu können und dabei deren Potentiale sinnvoll einzusetzen. Im «project 1:1» gelang es der Zurich International School dieses Bewusstsein im Unterricht zu fördern.

ZIS ZIS

So wurden im Rahmen von «project 1:1» an der middle-school der Zurich International School sämtliche Lehrpersonen mit einem Laptop ausgestattet und sämtliche Schülerinnen und Schüler mit Tablets ausgerüstet. Parallel dazu wurden im Unterricht unter anderem Kodizes eingeführt, um den vernünftigen und effektiven Umgang mit dem Laptop zu regeln.

Umsetzung

  • 2009: Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler ab der 6. Klasse mit Laptops
  • Schulinternes Internet «moodle»
  • Verbesserung der Kodizes zum vernünftigen und effektiven Gebrauch des Laptops
  • Thematisieren der «Ethik des Internetgebrauchs», z.B. Copyright-Rechte

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Dank der Unterstützung der Lehrkräfte nahmen die Einsätze der Tablets im Unterricht stetig zu. Heute werden daneben zahlreiche Web 2.0 Tools eingesetzt, von den Schülerinnen und Schüler und auch von der Schule zur Organisation des Unterrichts. Das Preisgeld verwendete die Zurich International School für den Ausbau elektronischer Medien in der Schule, zur Unterstützung der Bibliothek, und für den Einsatz in neuen Fächern wie Englisch, Wissenschaft und Sport.

Auch in die anderen Schulen der Zurich International School strahlt das Projekt aus: Die lower- und upper-school lancieren, angeregt durch die Erfolge der middle-school, ebenfalls entsprechende Projekte. Die upper-school übernimmt ein Bloggingprojekt, die lower-school hat das project 1:1 mit Tablets begonnen.

 

Homepage Zurich International School Kilchberg

Poster Zurich International School Kilchberg

Primarschule Obermeilen

«Lernzentrum»

Die Schuleinheiten Dorf und Obermeilen setzten sich anlässlich einer Strategiewoche mit den Themen Lernen, Umgang mit Vielfalt und Individuelle Förderung auseinander. Fragen wie steigende Schülerzahlen, die neu eingeführte Fremdsprache Englisch, die steigende Wichtigkeit von individueller Betreuung und die Auseinandersetzung mit Erziehungsfragen und die neuen Räumlichkeiten des Schulhauses Obermeilen haben zur Idee eines Lernzentrums geführt.

Obermeilen Obermeilen

Das Lernzentrum wird als Alternative zu traditionellen Lehr- und Lernkontexten genutzt, insbesondere zur eigenverantwortlichen Projektarbeit der Schülerinnen und Schüler. Es bietet umfassende Medien- und Software-Angebote. Für jedes Projekt besprechen Lehrpersonen und die Lernzentrumsleitung eine Lernstrategie, die den individuellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler dem Thema und der dafür eingeplanten Unterrichtszeit entspricht. Sie setzen mit den Schülern Arbeitsziele und stehen ihnen bis zur Präsentation des Projekts als Ansprechpartner zur Seite.

Umsetzung

Das Lernzentrum besteht aus einem didaktischem Zentrum, das den Lehrpersonen zentral und systematisch Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellt, einem Schülerzentrum sowie einer Biblio-, Mediothek, mithilfe derer die Schüler eigenständig Projekte erarbeiten können. Die Nutzung des Lernzentrums ist in das Schulprogramm aufgenommen worden und somit obligatorisch für die Lehrer- und Schülerschaft.

Das Angebot wird intensiv genutzt, sodass die Kapazitäten der Leitung weitgehend ausgelastet sind. Daher werden Möglichkeiten durchdacht, um mehr Betreuungszeit anbieten zu können. So wird den Schülerinnen und Schülernn sowohl die Möglichkeit gegeben, ausserhalb des Unterrichts eigeninitiativ und freiwillig an Stärken und Schwächen zu arbeiten, als auch spontane Unterstützung bei Begabungen oder Defiziten während der Unterrichtszeit gewährleistet.

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Das Lernzentrum hat sich etabliert und wird schrittweise auf andere Schuleinheiten ausgeweitet. Ziel der Schule Meilen ist, dass irgendwann jede Schuleinheit ein Lernzentrum hat. Weiter wird darüber nachgedacht, wie der Einsatz der Leitung und der Ablauf effizienter geregelt werden kann, so dass das Lernzentrum dem Leitsatz noch mehr gerecht wird, dass alle etwas lernen, Schülerinnen und Schüler und die Lehrpersonen.

Bilder aus der Schule und dem Projekt

Homepage Primarschule Obermeilen

Poster Primarschule Obermeilen

Primarschule Ottenbach

«Elternmitwirkung bei der Pausenplatzgestaltung»

Als die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern merkten, dass der grosse Pausenplatz nicht mehr den Ansprüchen der Kinder genügt, startete die Schule eine interne Weiterbildung. Eltern, Kinder, Lehrpersonen und Vereine beteiligten sich mit Ideen daran.

Während die Kinder ihre Wünsche formulieren durften, halfen die Eltern danach tatkräftig bei der Umsetzung mit. So wurde nicht nur ein bewegungsfördernder, spielerisch spannender Pausenplatz gebaut, sondern die Schule wuchs als Gemeinschaft zusammen und stärkte ihre lokalen Beziehungen.

Ottenbach Ottenbach

Umsetzung

In einer Projektwoche zur Pausenplatzgestaltung haben alle zusammen an der Neugestaltung des Pausenplatzes mitgewirkt. Die Eltern haben sich während insgesamt 300 Stunden Mitarbeit beteiligt. Dabei sind auf dem Schulgelände viele neue Dinge entstanden: eine Musterspirale, eine Wasserpumpe und mehrere Balancierwege, ein zweiter Hartplatz, Klettermöglichkeiten, Spielgeräte und vieles mehr.

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Die Umgestaltung des Pausenplatzes ist erfolgreich abgeschlossen, nur Instandhaltungsarbeiten sind noch nötig. Die Eltern- und Schülerpartizipation funktioniert weiterhin hervorragend. Mittlerweile besteht z. B. ein Eltern-Ressourcen-Pool aus einer Reihe von interessierten Müttern und Vätern, die der Schule ihre Zeit und Kompetenzen zur Verfügung stellen möchten.

Nun stehen neue Themen im Fokus, etwa die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Peer-Mediatoren, sogenannten «Peacemakern» auf dem Pausenplatz. Insgesamt wird immer noch Wert auf Gesundheit und Bewegung gelegt, wie das Projekt «Gsunde Znüni» zeigt: Den Schülern werden im Unterricht Ernährungsthemen vermittelt, während die Eltern die Pausenverpflegung zubereiten. Zudem sollen einheitliche Standards für den Schulalltag formuliert  und Massnahmen zur Integration und individuellen Förderung der Kinder diskutiert werden.

Bilder aus der Schule und dem Projekt

Homepage Primarschule Ottenbach

Poster Primarschule Ottenbach

Primarschule Schlatt

«Kinder wirken mit!»

Die Frage, wie Schülerpartizipation praktisch, sinnvoll und nachhaltig in den Schulalltag eingefügt werden kann, ohne dass es aufgesetzt und künstlich wirkt, beschäftigte das Schulteam. Dazu wurde ein Schülerrat eingerichtet, der sich aktiv in den Schualltag einbringt.

Schlatt Schlatt

Seit einigen Jahren werden regelmässig «Wochenmitten» durchgeführt, das sind Plenumsveranstaltungen im Schulfoyer, während denen die Kinder in altersgemischten «Schulhausfamilien» arbeiten. Da die Kinder wünschten, selber oder in Gruppen eine Wochenmitte zu gestalten, erhielt der Schülerrat konkrete Aufträge für die Gestaltung der Wochenmitten.

Bis Ende Schuljahr 2010/2011 wurden folgende Teilprojekte durch den Schülerrat verwirklicht:

  • Gesamterneuerung der Schulhausregeln
  • Wochenmittenznüni mit den jüngsten Grundstufenkindern
  • Hals- und Armketten zum Schuljahresthema «Natur & Technik unter der Lupe»
  • Initiieren von Baumfiguren aus Abfallmaterialien (Bezug zum Schuljahresthema und den Namen der «Schulhausfamilien»)
  • Herstellen des Christbaumschmucks im Schulhausfoyer
  • Vorbereitung und Durchführung des Frühlingsfestes vor Ostern.

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Aufgrund des positiven Erfahrungen mit dem Schülerat wird dieser ausgeweitet. Während des Schuljahres 2011/12 wird an der Grundstufe ein an das Alter der Kinder angepasster Schülerrat eingerichtet. Wünschenswert wäre, im zweiten Halbjahr Grundstufendelegierte für den Schülerrat zu finden. In einer weiteren Entwicklungsphase könnte zusätzlich die Stimme des Elternforums ins Gesamtprojekt integriert werden.

 

Homepage Primarschule Schlatt

Poster Primarschule Schlatt

Brühlbergschule Winterthur

«Altersdurchmischtes Lernen»

Altersdurchmischtes Lernen steht an der Brühlbergschule in Winterthur im Zentrum. Zahlreiche Instrumente wurden und werden für diese Unterrichtsform entwickelt, beispielsweise ein Sprachplan für Deutsch auf der Unterstufe oder die Entwicklung von Lerneinheiten für den Fremdsprachenunterricht auf der Unter- und Mittelstufe.

Brüehlberg Brüehlberg

Vor fünfzehn Jahren machten sich engagierte Lehrpersonen auf die Suche nach einer Schulstruktur, die sowohl Kinder mit Lerndefiziten als auch solche mit  überdurchschnittlicher Begabung fördern kann. Im In- und Ausland besuchten sie Schulen, die als innovativ galten und damals schon das Kind und den Lernprozess in den Mittelpunkt stellten. Als Konsequenz wurde der Unterricht auf Lerngruppen umgestellt, in denen die Kinder im Team-Teaching betreut werden. Dies wird der Individualität der Schülerinnen und Schüler gerechter und schult ihre sozialen Kompetenzen.

Umsetzung

  • Teamarbeit von Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrpersonen
  • Optionales Tagesschul- und Mittagstischangebot
  • Kerngruppe für die Elternmitwirkung
  • Klassenräte und Schulhausversammlungen für die Schülerschaft
  • Entwicklung von Instrumenten und Methoden für altersdurchmischten Unterricht

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Alle Lehrpersonen müssen die gleiche pädagogische Grundhaltung und das Interesse an der individuellen Entwicklung des Kindes haben. Teamarbeit und pädagogische Diskussionen sind Voraussetzung, die unterschiedlichen Fähigkeiten der Lehrpersonen werden als gegenseitige Untertstützung genutzt. Die Tagesschule bietet für viele Kinder eine wichtige Ergänzung zur Schule. Die Zufriedenheit der Eltern und der Kinder ist sehr gross. Alle schätzen die breite Förderung und die Beziehungen zu einander.

ln der Primarschule Brühlberg werden altersgemischte Mehrjahrgangsklassen erfolgreich im Team-Teaching unterrichtet, was organisatorische Ressourcen schaft und der lndividualität der Schülerinnen und Schüler und der Heterogenität in Jahrgangsgruppen gerecht wird. Dazu wurde Lernmaterialien und deren Organisation von den Lehrpersonen geschaffen, die sich aufgrund des engen, konstruktiven Zusammenarbeitens ständig weiterentwickeln. Neben der ständigen Professionalisierung von Lehrerarbeit und Unterrichtsorganisation stehen aktuell die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien der Fremdsprachen im Fokus der Schule sowie die vereinfachte Diagnose von Lerntypen.

Bilder aus der Schule und dem Projekt

Homepage Brühlbergschule Winterthur

Poster Brühlbergschule Winterthur

Primarschule Villa Büel Winterthur

«Gesamtkonzept anregender Lernumgebungen»

Die Villa Büel steht in einem kleinen Park und wurde vom Kollegium mit wenigen Mitteln so umgebaut, dass jeder Lernraum ein Raum voller Anregung ist, in dem man gerne bleibt. Im forschenden Lernen arbeiten die Schülerinnen und Schüler an individuellen Projekten. Es herrscht unter allen eine respektvolle, arbeitsame Stimmung.

Villa Buehl Villa Buehl

Anstelle von Jahrgangsklassen leben und lernen die Kinder von 6 bis 13 Jahren in der Villa Büel wie in einer Grossfamilie oder einer Dorfgemeinschaft. Das «Forschende Lernen», ein projektbezogenes Arbeiten, das für alle Kinder angeboten wird und jeden Mittwochmorgen stattfindet, ist aus einem Programm für Hochbegabte herausgewachsen. Bald stellte sich die Frage, warum eigentlich nur Hochbegabte gefördert werden sollen und so entwickelte sich diese besondere Lernform. Denn: Alle Kinder sind begabt!

Das «Forschende Lernen» ist eine Form des Lernens mit mehr Autonomie. Die Kinder arbeiten allein oder in Grüppchen an einem selbst gewählten Thema so lange, bis sie für die Präsentation der Ergebnisse bereit sind. Der Projektmorgen gibt die Gelegenheit, Fragen zu ergründen, die bedeutsam sind. Beim Forschen lassen sich die Kinder von ihren Interessen und Stärken leiten. Die Lehrpersonen beobachten, geben Impulse und unterstützen, wo es notwendig ist. Sie begleiten die Kinder und lernen mit ihnen.

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Forschen ist eine ganzheitliche Tätigkeit und umfasst viele Fach- und Themenbereiche. Alle Fähigkeiten und Interessen werden gleichwertig anerkannt. «Kopf, Herz und Hand» kommen zum Zug, von Kind zu Kind unterschiedlich gewichtet, aber miteinander verknüpft. Durch die Arbeit werden nicht nur Ideenreichtum und Wissen, sondern auch das Durchhaltevermögen und die Gesprächskultur weiterentwickelt. Jedes Kind kommt in verschiedene Rollen, so sind die Rückmeldungen stets differenziert und respektvoll.

 

Homepage Primarschule Villa Büel Winterthur

Poster Primarschule Villa Büel Winterthur

Primarschule Hutten Zürich

«Lernen im Dialog»

Die Schule Hutten ist eine kleine Schuleinheit mit grossen Klassen in der Stadt Zürich am Fusse des Zürichbergs. Seit einigen Jahren reflektiert das Schulteam den Unterricht in heterogenen Klassen und sucht nach neuen Wegen. Vor zehn Jahren sind zwei Teammitglieder auf das Lernen im Dialog gestossen und haben es im Unterricht erprobt. Nach und nach haben sich immer mehr, und vor allem neue, Lehrpersonen auf die Veränderung des Unterrichts eingelassen und setzen vermehrt dialogisches Lernen in ihrem Unterricht ein.

Hutten

Hutten

Auf der Suche nach Möglichkeiten, wie man den Unterricht öffnen könnte, ist das Team auf das Lernen im Dialog gestossen und hat entschieden, sich auf den Weg der Inklusiven Schulentwicklung zu machen. Die Auseinandersetzung mit der Frage, wie es gelingen kann, mit grossen Klassen hohen Leistungsansprüchen gerecht zu werden, sich gleichzeitig die Heterogenität zu Nutze zu machen, den Unterricht zu öffnen und allen Kindern eine möglichst grosse Teilhabe zu sichern, hat den Anstoss zum Projekt gegeben.

Umsetzung

Um als ganze Schule mit dem Lernen im Dialog zu arbeiten, brauchte es eine gemeinsame Haltung. Die Entscheidung, sich gemeinsam auf diesen Weg zu begeben, bedingt, dass der Blick auf Unterricht und Lernen sich wandelt. Nach und nach haben sich immer mehr und vor allem auch neue Teammitglieder darauf eingelassen, ihren Unterricht zu überdenken und zu verändern. Schulhausinterne Weiterbildungen wurden angeboten, der Austausch wurde gesichert. Mittlerweile wird das Lernen im Dialog in allen Klassen und in verschiedenen Unterrichtsbereichen praktiziert. Nun soll auch noch der Kindergarten ins Lernen im Dialog einbezogen werden, Die Schule soll ihr Profil auf diese Weise stärken können.

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Das Lernen im Dialog führt zu einer Veränderung des Unterrichts. Er wird nun geleitet von den individuellen Lernwegen («Das mache ich so.»), dem Austausch («Wie machst du es?») und dem gemeinsame Finden von Regelhaftem («Das machen wir ab!»). Die Auftrags-­ und Rückmeldekultur ermöglichen eine offene und motivierende Lernatmosphäre. Für die Schülerinnen und Schüler ist das Lernen im Dialog ein selbstverständlicher Teil des Unterrichts geworden und hat ihr Lernverhalten und ihre Selbständigkeit positiv beeinflusst. Mittlerweile wird das Lernen im Dialog in allen Klassen praktiziert. Nun wird über Möglichkeiten nachgedacht, es auch im Kindergarten einzusetzen.

 

Homepage Primarschule Hutten Zürich

Homepage Schulen Stadt Zürich

Poster Primarschule Hutten Zürich

Schülerclub Nordstrasse Zürich

«3 Räume»

Für die Schule steht das Thema Heterogenität seit Jahren im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. Wie können die Schule und der Unterricht so geöffnet werden, dass alle sich wohl fühlen, niemand beschämt wird und alle Erfolg haben? Das Projekt «3 Räume» ist ein weiterer Schritt auf dem integrativen Weg der Schule. Durch drei Räume mit unterschiedlichen Arbeitsatmosphären wird versucht, Bedürfnisse wahrzunehmen ohne zu separieren oder zu diffamieren.

Nord Nord

Umsetzung

Seit zwei Jahren bietet das Projekt «3 Räume» den Kindern an einem Halbtag pro Woche drei unterschiedliche Lernorte an. In zwei Räumen, die für schulische Arbeit vorgesehen sind, herrscht eine entspannte und ruhige Arbeitsatmosphäre. Im dritten Raum stehen Bücher, Spiele, Baumaterial, Papier, Stifte und Farbe zur Verfügung. Die Kinder können frei entscheiden, in welchem Raum sie arbeiten wollen. Sie dürfen jederzeit den Raum wechseln. In jedem Zimmer gelten andere Regeln, und alle Räume sind von Lehrpersonen betreut. Das Projekt wurde zuerst in der Mittelstufe entwickelt und dann von der Unterstufe mit Anpassungen übernommen. Auch in einzelnen Fachbereichen wurden bereits klassenübergreifende Lernangebote in verschiedenen Räumen geschaffen.

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Sowohl die Lehrpersonen als auch die Schülerinnen und Schüler freuen sich auf den Halbtag in den «3 Räumen», der geprägt ist von einer entspannten Atmosphäre in allen Räumen. Speziell der dritte Raum mit Spiel- und Gestaltungsmöglichkeiten ermöglicht überraschende Lernvorhaben und soziale Kontakte. Er stellt das Team vor spannende und zentrale pädagogische Fragen.

In einzelnen Fachbereichen werden ebenfalls klassenübergreifende Angebote in verschiedenen Räumen geschaffen. Die «3 Räume» regen an zu weiteren Projekten, z.B. Konzepte für die Unterstützung von Kindern, die noch nicht aus eigenem Antrieb oder Interesse schulisch arbeiten. An welchen Aufgaben oder Angeboten können auch sie wachsen?

 

Homepage Schülerclub Nordstrasse Zürich

Poster Schülerclub Nordstrasse Zürich

Gesamtschule Unterstrass Zürich

«Kompetenzpass»

Der Kompetenzpass bietet einen Einblick in den Entwicklungsstand jedes Kindes. Er führt in der Schule aber auch zu einer vermehrten Zusammenarbeit der Lehrpersonen über die Stufen hinweg und ermöglicht es, die Ergebnisse der schulischen Arbeit zu veranschaulichen.

Unterstrass Unterstrass

Die private Gesamtschule Unterstrass und die Mehrklassenschulen in den Hinwiler Aussenwachten haben nicht nur eine ähnliche Grösse, sondern sind in Bezug auf Integration und Altersdurchmischung im Unterricht vergleichbar. Nach der Einführung der Grundstufe stellte sich an beiden Orten die Frage nach Stufenzielen: Wer sollte wann was können?
Auf diesem Hintergrund haben die beiden Teams gemeinsam einen Kompetenzpass entwickelt. Er bietet einen Einblick in den Entwicklungsstand jedes Kindes. Er basiert auf dem Lehrplan, listet klar die Stufenziele von verschiedenen Fächern und allen Stufen auf und ermöglicht es, die Ergebnisse der schulischen Arbeit zu veranschaulichen.

Umsetzung

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit dem Kompetenzpass, der für jede Stufe (Grund, Unter- und Mittelstufe) die Stufenziele in mittlerweile allen Fächern sowie Soziales Verhalten und Eigenständiges Verhalten aufführt.

Der Kompetenzpass wird von Kindern und Lehrpersonen zur Strukturierung und Planung der Arbeit im Unterricht eingesetzt. So wissen die Lehrpersonen, die Kinder und auch die Eltern wo jede Schülerin und jeder Schüler steht. Er führt in der Schule aber auch zu einer vermehrten Zusammenarbeit der Lehrpersonen über die Stufen hinweg und ermöglicht es, die Ergebnisse der schulischen Arbeit zu veranschaulichen.   

Erfahrungen und Weiterentwicklungen

Nach der Auszeichnung passte Unterstrass gemeinsam mit Hinwil sowie neuen Schulen, die sich diesem Netzwerk angeschlossen hatten, weitere Fächer und Stufen an und vervollständigte den Kompetenzpass, so dass die komplette Endversion bald in Druck gehen kann. Dabei wurde das Preisgeld mehrheitlich für die Entschädigung von im Projekt engagierten Lehrpersonen verwendet, ein kleinerer Teil für die Evaluation des  Kompetenzpasses. Durch den Preis und das Engagement im Projekt kam Unterstrass neben Hinwil mit vielen anderen Schulen in Kontakt und profilierte sich im Kanton Zürich stark, nicht nur unter den Schulen. Bestehen geblieben ist auch die enge Zusammenarbeit mit der Primarschule Hinwil. Die beiden Schulen organisieren weiterhin jährliche gemeinsame Weiterbildungen und profitieren gegenseitig auf vielerlei Weise voneinander.

 

Homepage Gesamtschule Unterstrass Zürich

Poster Gesamtschule Unterstrass Zürich

 

Koordinationsstelle projekt-sls

Enikö Zala-Mezö

PH Zürich
Zentrum für Schulentwicklung
Lagerstrasse 2
8090 Zürich

Tel. +41 43 305 61 08
projekt-sls@phzh.ch