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Referenzschulen

Das Projektteam arbeitete von Beginnn weg eng mit zwei Schulen zusammen, um neue Formen der Zusammenarbeit und Untersützung finden, unseren sogenannten Referenzschulen.

Sekundarschule Rüti

Förderzentrum

Wie Schweikrüti hatte sich auch die Sekundarschule Rüti schon jahrelang mit ihrem Thema Integration auseinandergesetzt, indem sie beispielsweise im Rahmen eines kantonalen Projektes schon früh die integrative Förderung durch schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen einführte. Aufgrund dieser Erfahrungen entschloss sie sich, die Zuteilung von Unterstützungsleistungen im Unterricht noch mehr den aktuellen Bedürfnissen einer Schülerin der eines Schülers anzupassen und ein neues Förderkonzept zu etablieren.

Sekundarschule Rüti
Sekundarschule Rüti

Im Rahmen dieses Konzepts entstand das Förderzentrum mit folgenden Elementen:

  • Individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler in den Regelklassen und auch ausserhalb nach Durchführung einer Lernstanderfassung am Anfang der ersten Klasse (unterstützt durch die schulischen Heilpädagogen in den Klassen)
  • kleine und grosse Triage: Sitzung eines interdisziplinären Teams zur Lösung von Problemen mit Schülerinnen und Schülern
  • Beratung von Lehrpersonen bei der Integration von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedürfnissen durch das heilpädagogische Förderteam
  • Lernatelier: betreuter Raum zur Förderung von Kleingruppen, der auch individuelles Arbeiten erlaubt

Integrative Förderung war ein komplexes und sensibles Element im neuen Volksschulgesetz, weshalb eine Schule mit einem fortgeschrittenen Projekt in diesem Bereich im projekt-sls sehr willkommen war. Die Schule wurde 2008 angefragt und hat sich 2009 definitiv für die Mitwirkung entschieden. Das projekt-sls-Team besuchte die Schule im Jahr 2009 mehrfach und informierte über projekt-sls und die zur Verfügung stehenden Unterstützungsleistungen. Folgende Ziele formulierte die Schule damals:

  • Überarbeitung des Fördermaterials und der Lernstanderfassungen
  • aktive Vernetzung mit anderen Schulen
  • Ausbau der Begabtenförderung
  • «Förderzentrum» sowohl schulintern als auch extern besser kommunizieren

Die Schule war an beinahe allen projekt-sls-Veranstaltungen vertreten und pflegte dadurch eine intensive Beziehung zum projekt-sls, griff jedoch nicht auf spezifische Leistungen der PH Zürich zurück. Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes wurde mit qualitativen Interviews durchgeführt. Die Schule nahm damals gerade an der externen Schulevaluation teil, und eine zweite Befragung durch Fragebogen stellte für die Lehrpersonen eine Belastung dar. Es wurden mit 5 Personen Interviews geführt, die Resultate der Auswertung wurden für das verantwortliche Team in der Schule im Jahr 2012 vorgestellt und weitere zwei Interviews mit einer bisher nicht vertretenen Gruppe (Niveau A-Lehrpersonen) geführt. Die Auswertung zeigte, dass das Projekt sich in kleinen Kreisen sehr positiv entwickelt hatte, vor allem unter den B- und C-Lehrpersonen, die im Teamteaching arbeiteten. Es fehlte jedoch ein teamübergreifendes, schulinternes Wissen über das Förderzentrum und über die Angebote, die von den Lehrpersonen in Anspruch genommen werden können. Eine Integration des Projektes in der Schule, die sich in konkreten, allen Lehrpersonen betreffenden Massnahmen zeigt, wird an einem Weiterbildungstag diskutiert.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Lernstanderfassung und die individuelle Förderung in den B- und C-Klassen gut funktionierten. Das Fördermaterial wurde ergänzt und sortiert.
Das Teamteaching hat sich unter diesen Lehrpersonen etabliert und wird von den Betroffenen sehr geschätzt. Das Ziel der Begabtenförderung wurde inhaltlich weniger intensiv verfolgt. Die Entwicklung, «Neugestaltung 3. Sek», die die Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler fördert und die Einrichtung von Lernateliers vorsieht, kam jedoch der Schule gelegen, sie war darauf durch das Förderzentrum gut vorbereitet.

Homepage Sekundarschule Rüti

Projekt der Sekundarschule Rüti

Poster Sekundarschule Rüti

Primarschule Schweikrüti Thalwil

Projekt Sprachförderung Deutsch

Die Schule Schweikrüti hatte am Projektbeginn bereits einen mehrjährigen Entwicklungsprozess hinter sich und schulinterne verbindliche Sprachstandards in den Bereichen Lesen, Schreiben, Zuhören und Sprechen erarbeitet.

Schweikrüti Primarschule Schweikrüti Thalwil

Der Prozess wurde jedoch wegen fehlender Zeitressourcen aufgehalten, und als die Anfrage von projekt-sls kam, nahm die Schule die Chance wahr, die Entwicklung bis Ende des Jahres 2010 systematisch weiterzuführen. Ziel der Schule war es, einheitliche Sprachstandards zu erarbeiten, die von Kindergarten bis zum Ende der Primarschule für die Lehrpersonen in Schweikrüti wegweisend werden. Die ausführliche Dokumentation dieser Standards sollte dazu beitragen, neue Mitarbeitende effizient einzuführen. Neben den grundlegenden Überlegungen zu diesen Standards war es im Projekt wichtig, einen Instrumentenkoffer zu erarbeiten, mit dem die Lehrpersonen in der Sprachförderung unterstützt werden.

Die Entwicklung des Projekts in der Schule verlief durch eine zuverlässige und engagierte Projektleitung durch eine Lehrpersonen sehr organisiert. In einem kleinen Team mit Vertretungen aller Schulstufen wurden gemeinsam die aktuellen Themen diskutiert und passende Weiterbildungen geplant.

In zwei- bis dreimonatigen Weiterbildungsveranstaltungen mit dem Team von Dr. Thomas Bachmann von der PH Zürich und weiteren, externen Personen vertieften sich die Lehrkräfte in verschiedene Aspekte rund um Sprachförderung. Die Weiterbildungen wurden dabei stets mit aktuellen Themen der Schule abgestimmt.

Die Veranstaltungen hatten neben dem fachlichen Input einen zweiten wichtigen Bestandteil: Es wurde bei jedem Anlass auch ausreichend Zeit für die weiteren Arbeiten und die Erarbeitung von anstehenden Aufgaben eingeräumt Unterstützend für den Prozess war zudem die Weiterbildung (CAS Literalität), welche die Projektleitung parallel zum Prozess in der Schule absolvierte. Solche Parallelen zwischen der individuellen Entwicklung von Einzelnen und der Entwicklung der ganzen Schule bzw. die unterstützende Einbettung individueller und schulinterner Weiterbildungen in den Schulentwicklungsprozess konnten auch in andern Schulen beobachtet werden. Es könnte ein Hinweis auf Gelingensfaktoren in Schulentwicklungsprozessen sein, der jedoch in den weiteren Analysen der Fallstudien bestätigt werden müsste.

Der Schulentwicklungsprozess an der Schule Schweikrüti wurde wissenschaftlich durch eine schriftliche Befragung und mehrere Einzel- und Gruppeninterviews begleitet. Die schriftliche Befragung zielte auf vier Themen, die sich in schulischen Veränderungsprozessen als wichtig erwiesen haben.

  • Teamarbeit
  • Wahrgenommene organisationale Gerechtigkeit
  • Einstellung gegenüber Veränderungsprozessen
  • Psychological Safety (offenes Klima)

Durch die Erhebungen in Schweikrüti zeigte es sich, dass sich schriftliche Befragungen nur sehr eingeschränkt eignen, um Entwicklungen an einer Schule abzubilden, denn die Werte befanden sich von Anfang an in einem extrem positiven Bereich und veränderten sich kaum.

Nach Ende des Projekts legte die Schule Schweikrüti einen Leitfaden Deutsch vor, welcher folgende Elemente enthält:

  • Stufenübergreifendes Dokument mit Hinweisen zur Ausgangslage, einer Klärung des Begriffs «Standards» sowie den Zielsetzungen.
  • Verbindliche Festlegungen für die drei Stufen Kindergarten, Unterstufe und Mittelstufe in den Bereichen «Diagnose und Förderung», «Hören und Sprechen», «Lesen» und «Schreiben» sowie eine Kurzform derselben in Form einer Checkliste.
  • Drei Stufen-Ordner mit Testinstrumenten, Merkblättern und Unterrichtshilfen für die Arbeit der Lehrpersonen in ihren Klassen.
  • Hinweise auf stufenübergreifende Lehrmittel in der Lehrerinnen- und Lehrerbibliothek.

Alle diese Ergebnisse wurden auf der Website des projekt-sls für andere Schulen zugänglich gemacht. Die Schule Schweikrüti beteiligte sich auch an allen Vernetzungsaktivitäten wie Tagungen und Austauschtreffen.

Projekt der Primarschule Schweikrüti Thalwil

Homepage Primarschule Schweikrüti Thalwil

Poster Primarschule Schweikrüti Thalwil

 

Koordinationsstelle projekt-sls

Enikö Zala-Mezö

PH Zürich
Zentrum für Schulentwicklung
Lagerstrasse 2
8090 Zürich

Tel. +41 43 305 61 08
projekt-sls@phzh.ch